Wasser: Oberflächengewässer

Pegel an oberirdischen Gewässern


Die Kenntnis der Wasserstände und Durchflüsse in den Gewässern ist Voraussetzung für nahezu jede hydrologische Arbeit und deren Umsetzung in die wasserwirtschaftliche Praxis. Diese hydrologischen Werte bilden die wesentliche Grundlage zur Bemessung wasserwirtschaftlicher Anlagen und  sind die Eingangsdaten für den Betrieb hydrologischer mathematischer Modelle für den Hochwasserwarndienst. Zur Ermittlung der Wasserstands- und Durchflusswerte betreibt das Land Hessen 117 Pegel (siehe Karte). Betrieb und Unterhaltung der Pegel sowie Durchflussmessungen obliegen den Regierungspräsidien. Das landeseigene Pegelmessnetz wird ergänzt von 40 Pegeln von Verbänden, die meist der Steuerung von Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken dienen. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) betreibt an den Bundeswasserstraßen in Hessen weitere 20 Pegel. Die aktuellen Messwerte dieser Pegel sowie weitere Informationen sind im Internet auf der HLUG-Website dargestellt.

Zur einfachen Messung von Wasserständen werden  Lattenpegel eingesetzt, ein von einem Beobachter abgelesen werden müssen.  Für kontinuierliche Messungen stehen Schwimmerpegel, Pneumatikpegel und Drucksonden zur Verfügung. Die meisten Pegel sind mit Datenfernübertragungseinrichtungen zur kontinuierlichen Datenübersendung an die Datenbank im HLUG ausgestattet. Die Messgeräte, die Anlagen zur Datenaufzeichnung und  zur  Datenfernübertragung sind meist in einem Pegelhaus untergebracht. Die Systeme zur Messung und Übertragung der Wasserstände sind redundant ausgestattet um eine lückenlose Datenversorgung zu gewährleisten.

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Abbildung: Pegel Steinau, Außenansicht  

Abbildung: Pegel Steinau, Innennansicht

 

 

 

 

 

 

 

 

© 2013 Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie