Natur und Landschaft: Wald

Wald mit Schutzfunktionen

Auszug aus der Technischen Richtlinie zur Forsteinrichtung 2004

1.500 m

Kraftwerke mit Feuerungsanlagen über 900 MW Feuerungswärmeleistung, Anlagen zur Gewinnung von Roheisen, Herstellung von Stoffen durch chemische Umwandlung mit mehr als 10 Produktionsanlagen, Anlagen zur Destillation und Raffination von Erdöl sowie Weiterverarbeitung, Stein- und Braunkohledestillation

 

1.000 m

Anlagen zur Tierkörperbeseitigung sowie deren Lager, Pelztierfarmen, Anlagen zur Vergasung und Verflüssigung von Kohle, Anlagen zur Herstellung von Holzfaser- oder Holzspanplatten, Anlagen zur Herstellung von Stoffen durch chemische Umwandlung mit bis zu 10 Produktionsanlagen, Anlagen zur Herstellung von Eisen-, Stahlbaukonstruktionen und Schiffskörpern im Freien

 

700 m

Kraftwerke mit Feuerungsanlagen mit 150 bis 900 MW Feuerungswärmeleistung, Heizkraftwerke mit Feuerungswärmeleistung über 300 MW, Anlagen zum Brennen von Bauxit, Dolomit, Gips, Kalkstein oder Ton zu Schamotte, Anlagen zur Herstellung von phosphor- oder stickstoffhaltigen Düngemitteln, Kottrocknungsanlagen, Fabriken zur Herstellung von Autos, Motorrädern und Verbrennungsmotoren

 

500 m

Heizkraft- und Heizwerke mit Feuerungswärmeleistung von 100 bis 300 MW, Anlagen zur Herstellung von Beton, Mörtel oder Straßenbaustoffen mit Zement, Kompostwerke über 10t/h Durchsatzleistung, Güllelagerung ab 2.500 cbm, Abwasserbehandlungsanlagen ab 100.000 EGW, Oberirdische Deponien für besonders überwachungsbedürftige Abfälle, Herstellung von Futter- und Düngemittel aus Schlachtnebenprodukten

 

300 m

Steinbrüche bei Verwendung von Sprengstoffen oder Flammstrahlern, Massentierhaltung (z.B. 525 bis 1.900 Mastschweine), Kompostierungsanlagen bis 10t/h Durchsatzleistung, Anlagen zur Gewinnung oder Aufbereitung von Sand, Kies, Ton und Lehm, Siedlungsabfalldeponien, Schrottplätze, Abwasserbehandlungsanlagen bis 100.000 EGW, Speditionen, Betriebshöfe der Müllabfuhr

 

200 m

Massentierhaltung (z.B. 120 bis 525 Mastschweine), Mühlen für Nahrungs- und Futtermittel von 100 bis 500t/Tag, Anlagen zur Herstellung von Holzschutz-, Bautenschutz-, Klebe- und Reinigungsmittel, Maschinenfabriken, Härtereien, Pressereien, Autobusunternehmen, Karosserie- und Anhängerbau, Anlage zum Trocknen von Getreide oder Tabak mit Gebläsen, Herstellung von Möbeln, Kisten, Paletten aus Holz und sonstigen Holzwaren, Milchverwertungsanlagen, Trockenmilchherstellung

 

100 m

Schlossereien, Schweißereien, Drehereien, Bauhöfe, Steinsäge- und Polierarbeiten, Fernseh-, Rundfunk- und Gerätebau, elektronische oder feinmechanische Industrie, Tischlereien, Webereien, Textilherstellung, Großwäschereien, große chemische Reinigungsanlagen, KFZ-Handwerk und Überwachung, automatische Waschstraßen

                                      

Das Relief und insbesondere die Hauptwindrichtung sind mit Zu- und Abschlägen zu berücksichtigen. Vorhandener Wald innerhalb dieser Schutzabstände ist der Stufe II zuzuordnen; liegen zwischen Emissionsquelle und der Grenze der Schutzabstände zu schützende Objekte, wie Wohngebiete oder Wälder mit Erholungsfunktion, ist Stufe I zu kartieren.

 In Wälder mit regionaler Immissionsschutzfunktion treten großräumig und häufig sich überlagernde Immissionen auf, ohne dass sie einem konkreten Emittenten zugeordnet werden können. Derzeit fehlen praktikable, vor Ort nachvollziehbare Abgrenzungskriterien für diese Kategorie, so dass eine Festlegung im Rahmen der Waldfunktionenkartierung nicht empfohlen werden kann.

 

 


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