Natur und Landschaft: Landschaftsplanung         - Die Naturräume Hessens -

Die Naturräume Hessens und ihre Haupteinheiten

36 Oberes Weserbergland

Das praktisch in Fortsetzung der Tektonik der Hessischen Senke gegenüber dem Solling (370) betont schwächer herausgehobene Obere Weserbergland ist in dem hier zu betrachtenden geringen hessischen Anteil an dieser Haupteinheit als die nördlichste Einheit des Westhessischen Berg- und Senkenlandes (34) zu sehen. Folgende Haupt- und Untereinheiten greifen auf hessisches Gebiet von Norden her über:

360 Warburger Börde
360.0 Diemelbecken
360.1 Diemelbörde
360.2 Steigerplatte
361 Oberwälder Land
361.0 Brakeler Kalkgebiet
361.02 Beverplatten
361.1 Borgentreicher Land
361.10 Borgentreicher Börde

Von den vorstehend genannten Naturräumen der Warburger Börde sind Diemelbörde und Steigerplatte für Hessen flächenrelevant. Die Steigerplatte, eine den Malsburger Wald fortsetzende weitgehend bewaldete Muschelkalktafel, bricht an ihrem Nordrand als eine der so genannten "Diemelplatten" zur tiefer gelegenen Diemelbörde, einer lößbedeckten, waldfreien, ackerbaulich genutzten Muschelkalkplatte im Mündungsbereich der Twiste, in die Diemel ab. Die im Gegensatz hierzu stärker bewaldeten Beverplatten, welche weiter abwärts die Diemel zunächst beiderseits, dann westlich von Trendelburg nur noch linksseitig begleiten, haben im Süden ebenfalls Anschluss an die Muschelkalkplatte des noch zum Habichtswald zu rechnenden Malsburger Waldes (342.4). Sie bilden eine von der Diemel tief zerschnittene und auch sonst kräftig zertalte, auf den Höhen bewaldete Muschelkalktafel, welche weit nach Norden bis in das Holzmindener Werratal reicht. Im Bereich von Trendelburg, Deisel und Langenthal geht der Ackerbau hangseitig hoch hinauf.
Lit.: 1, 4, 5, 7, 9.


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