| Geologie und Boden: Hydrogeologie |
![]() Abb. 5. Bei der Ermittlung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung sind eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. |
Die Karte bewertet außerdem nur die
großflächig anstehenden Gesteinseinheiten und untergliedert sie
in Stufen der Verschmutzungsempfindlichkeit. Die Einteilung beruht auf praktischer
Erfahrung und der Kenntnis der physikalischen Eigenschaften der anstehenden
Gesteine. Die Beschaffenheit der Böden (im bodenkundlichen Sinne) ist
berücksichtigt, so dass hier das Reinigungsvermögen der anstehenden
Gesteine und die Bodenpassage beurteilt werden.
Der Bewertungsansatz ist im "Konzept zur Ermittlung der Schutzfunktion
der Grundwasserüberdeckenden Schichten" [3] beschrieben (Abb.
5). Dort wird versucht die wichtigsten Einflussgrößen zu erfassen
und objektiv zu bewerten. In die Bewertung gehen dabei ein die nutzbare Feldkapazität
(abgeleitet aus der Bodenkarte), die Sickerwassermenge, die Gesteinsart und
die Mächtigkeit der Grundwasserüberdeckung. Schwebende Grundwasserstockwerke
sowie unterschiedliche Druckverhältnisse können berücksichtigt
werden.
Zur Beurteilung von großflächigen Veränderungen in qualitativen
Grundwasserfragen können die Informationen der Verschmutzungsempfindlichkeit
mit den Einzugsgebieten oder den Trinkwasserschutzgebieten verschnitten werden.
Zur Planung von Siedlungsgebieten oder industriellen Anlagen sind diese Karten
zusammen mit Karten der Grundwasserergiebigkeit als Grundlage zu verwenden.
3 Hölting, B., Haertlé, T., Hohberger,K.-H., Nachtigall,K.H., Villinger, E., Weinzierl, W. & Wrobel, J.-P. (1995): Konzept zu Ermittlung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung. - Geol. Jb. C 63:5-24, Hannover.
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