Geologie und Boden: Geologie

Oberflächennahe Rohstoffe

Die vereinfacht wiedergegebene Übersichtskarte [6] zeigt das oberflächennahe Rohstoffpotenzial in Hessen. Es wird hier als die räumliche Verbreitung der zu sechs Großeinheiten zusammengefassten Rohstoffvergesellschaftungen mit geologisch ähnlichen Gesteinen verstanden. Den Rohstoffpotenzialflächen sind wiederum 14 Rohstoffgruppen zugeordnet, wobei jene Bereiche farblich besonders herausgehoben sind, die vorrangig für einen Rohstoffabbau in Betracht kommen oder bereits Gewinnungsschwerpunkte sind. Dabei wurden dem Charakter einer Übersichtskarte entsprechend nur Rohstoffe und Lagerstätten mit mehr als 100 Hektar Flächengröße berücksichtigt.


Abb. 9. Gabbro-Steinbruch bei Groß-Bieberau im Odenwald

Rund 84 % der Abbaustellen liefern Rohstoffe an das Bauwesen (u. a. Sande und Kiese als Zuschläge für Beton und Mörtel, Hartgesteine zu Schotter und Splitt gebrochen, aber auch als Werkstein für den Hoch- und Tiefbau, Kalksteine hauptsächlich für die Zement- und Branntkalkherstellung, Gipssteine als Baugipse oder in Form von Bauplatten), 13 % an die Keramische Industrie (u. a. Tone, Kaoline) und 3 % an die Chemische Industrie (u. a. Filterkiese, medizinische Gipse) einschließlich der metallverarbeitenden Industrie (u .a. Gießereisande) sowie an die Land- und Forstwirtschaft (u .a. Düngekalke). Braunkohle wird nur noch aus einer Gewinnungsstelle zur Energieerzeugung gefördert.



6 Barth, W., Helbig. P., Liedmann, W., Mattig, U. & Ziehlke, C.-P. (1995): Übersichtskarte der oberflächennahen Rohstoffe in Hessen 1:300 000 (KOR 300 Hessen); Wiesbaden ( Hess. L.-Amt Bodenforsch.) [ISBN 3-89531-700-4].

 


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