Einführung

Einleitung

Zeitliche Entwicklung

Der erste „Umweltatlas Hessen“ wurde als Loseblattsammlung im Format DIN A3 durch die ehemalige Hessische Landesanstalt für Umwelt herausgegeben und erschien im Herbst 1999 mit einer Auflagenhöhe von 500 Exemplaren.

Mit der Fusion von Hessischem Landesamt für Bodenforschung und Hessischer Landesanstalt für Umwelt zum Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) am 1. Januar 2000 wurde der Umweltatlas um die Karten des Themenbereichs Geologie und Boden ergänzt. Weiterhin fanden Aktualisierungen bei einigen der bisherigen Themenkarten statt.

Im Frühjahr 2001 wurden die Inhalte des Umweltatlas im Internet unter der Adresse http://atlas.umwelt.hessen.de zugänglich gemacht. In dieser Form des Internetauftrittes wird der Umweltatlas seitdem weiter fortgeschrieben. Inzwischen wurden zahlreiche Karten durch aktuellere Fassungen ausgetauscht und neue Karten und Textseiten hinzugefügt sowie Informationen aus den Bereichen Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft ergänzt. Zusätzlich wurden in einigen Themenbereichen die Karten durch Animationen ergänzt, die Umweltveränderungen anschaulich dokumentieren.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuorganisation der Verwaltung des Nationalparks „Kellerwald-Edersee“ und der Naturschutzdatenhaltung (verkündet am 17. Dezember 2015 und veröffentlicht im Gesetz und Verordnungsblatt für das Land Hessen Nr. 32, 28. Dezember 2015, Seite 607) wurde der Sachbereich III „Naturschutz“ aus dem Servicezentrum Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA) des Landesbetriebs Hessen Forst zum 01. Januar 2016 als neue Abteilung N in das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie eingegliedert. Die Standorte in Gießen und Bad Hersfeld bleiben erhalten. Damit hat sich auch der Name der Dienststelle in Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) geändert.

Inhalte

Mit dem Umweltatlas Hessen wird der interessierten Öffentlichkeit ein Überblick über wichtige Umweltdaten gegeben. Die Entwicklungstrends zeigen auf, in welchen Umweltbereichen zufrieden stellende Ergebnisse erzielt wurden und auf welchen Gebieten noch besondere Anstrengungen erforderlich sind.

Bestehende Umweltprobleme sind meist komplexer Natur und lassen sich nicht einfach durch den Einsatz moderner Technologie beseitigen. Oft werden die Schadstoffe nicht an einem Punkt, sondern diffus in die Umwelt eingetragen. Die Schadstoffeinträge aus der Industrie entstammen häufig nur zu einem kleinen Teil den Emissionen aus den Produktionsanlagen, oft erfolgt der Haupteintrag über die Produkte.

Solche komplexen Vorgänge und ihre zeitlichen Veränderungen lassen sich nur mit Hilfe eines umfassenden Umweltbeobachtungssystems erkennen. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie hat landesweit über drei Jahrzehnte den Zustand der hessischen Umwelt ausführlich dokumentiert. Ziel des vorliegenden Umweltatlas ist es, diese Daten anschaulich zusammenzufassen und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zum besseren Verständnis wurden den Karten Texte beigefügt, die die Bedeutung der Karteninhalte erklären und Auskunft darüber geben, wie und wo gegebenenfalls detailliertere Daten in gedruckter oder digitaler Form zu erhalten sind.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie hat sich nicht darauf beschränkt, nur seine eigenen Daten darzustellen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Landesbetrieb Hessen Forst, dem Hessischen Dienstleistungsbetrieb für Landwirtschaft, Gartenbau und Naturschutz, dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Hessischen Statistischen Landesamt (HSL) wurden weitere interessante Daten mit Umweltbezug verfügbar gemacht.

Der Umweltatlas Hessen zeigt, dass eine Fülle an umweltrelevanten Daten bereits bei verschiedenen Behörden vorhanden ist. Den Anspruch auf Vollständigkeit will und kann der vorliegende Umweltatlas Hessen nicht erfüllen. Angestrebt wird aber, zukünftig auch noch aus weiteren Bereichen Karten zum Umweltzustand zu ergänzen.

Aufbau des Atlas

Die aktuellen Kartendarstellungen und die dazugehörenden Textbeiträge wurden in die üblichen Fachbereiche unterteilt.

Der Karteninhalt basiert entweder auf Primärdaten oder resultiert aus der Verschneidung dieser Basisinformationen, so dass abgeleitete neue Informationen entstanden sind. Die Darstellung erfolgt entweder als statisches Bild oder aber in den Fällen, bei denen die Fachinformationen ansonsten nicht mehr erkennbar gewesen wären, als zoombare Karte. In einigen Karten, zum Beispiel bei der naturräumlichen Gliederung Hessens, boten sich auch andere technische Methoden an, um möglichst komfortabel zu den gewünschten Informationen zu kommen.
Das Layout für die Ausdrucke wurde vorwiegend im Maßstab 1:750.000, der für eine Landesübersicht optimal ist, erstellt. In einigen besonderen Fällen musste auf Grund der grafischen Gegebenheiten davon abgewichen werden.

Es war das Bestreben der Bearbeiterinnen und Bearbeiter, die Texte so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich zu gestalten und gleichzeitig auf erläuternde Tabellen oder Diagramme nicht zu verzichten.

Zielgruppen

Der medienübergreifende Umweltatlas Hessen mit seinen Kartendarstellungen und Texterläuterungen raumbezogener Umweltdaten hilft, speziell auf Landesebene

Nicht zuletzt bietet der Umweltatlas für die Landespolitik eine Grundlage für die Ableitung von Nachhaltigkeitsindikatoren, wie sie im Rahmen der Umsetzung der AGENDA 21 erforderlich sind.

Da die meisten Karten auf ganz Hessen bezogen sind, kommen als Nutzer vornehmlich Landesbehörden, Hochschulen und Bibliotheken in Frage. Von Ausnahmen abgesehen sind die Karten nicht detailliert genug, um sie konkret z. B. als Planungs- und Operationsgrundlage für raumbezogene Vorhaben von Kommunen, als Entscheidungshilfe für die Prioritätensetzung bei geplanten Maßnahmen oder als Orientierung für notwendige Bewertungen der Umweltverträglichkeit von Maßnahmen einzusetzen. Dennoch kann der Atlas Planern, die sich mit großmaßstäblichen Fragestellungen befassen müssen, Hilfestellung geben. Nicht zuletzt bietet der Umweltatlas der interessierten Öffentlichkeit eine interessante Informationsquelle zu umweltrelevanten Daten. Alle Daten sind auf Anfrage entweder über das HLNUG oder über die beteiligten externen Institutionen zu beziehen. Die dabei anfallenden Gebühren ergeben sich aus der jeweiligen gültigen Verwaltungskostenordnung bzw. den Gebührenordnungen der beteiligten Institutionen.

Kontaktadresse für Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Meinungen

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Webmaster: E-Mail

.
© Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie