| Abfall: Abfallanlagen |
In der Abfallbehandlung wird unter Co-Vergärung die gemeinsame anaerobe, biotechnische Behandlung von Abfallstoffen aus verschiedenen Herkunftsbereichen verstanden. Durch die gleichzeitige Behandlung unterschiedlicher Stoffe werden Synergieeffekte im Hinblick auf die Prozess- und Kostenoptimierung genutzt. Co-Vergärungsanlagen sind im landwirtschaftlichen Bereich und in der kommunalen Entsorgungstechnik anzutreffen.
Behandlungsziele für Co-Vergärungsanlagen in der Landwirtschaft sind ursprünglich in der Geruchsentlastung der Gülle, der Verbesserung der Lagerstabilität und einer Erhöhung der Pflanzenverträglichkeit der behandelten Gülle zu sehen. Durch eine Mitbehandlung von anderen geeigneten gewerblichen organischen Abfällen erfolgt eine Steigerung der Biogaserzeugung.
Nach einer im Jahr 2004 durchgeführten Erhebung werden in Hessen 32 Vergärungsanlagen (siehe Karte) betrieben. Eine Einschätzung der verwerteten Abfälle in Co-Vergärungsanlagen lässt sich aus der täglichen Verarbeitungskapazität der Anlagen nur indirekt ableiten.
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