Abfall: Abfallanlagen

Biologische Behandlungsanlagen

Die Standorte der hessischen biologischen Behandlungsanlagen sowie deren Verteilung sind aus der Karte der Biologischen Behandlungsanlagen zu ersehen. Dabei handelt es sich um folgende Anlagen:

Tabelle: Biologische Behandlungsanlagen in Hessen

Bioabfallvergärungsanlagen

Nr. Gemeinde Durchsatz Vergärung in t/a 2010
V 1 Bebra 18.000
V 2 Flörsheim-Wicker 45.000
V 3 Frankfurt 15.000
V 4 Frankfurt-Höchst 180.000
V 5 Friedberg 18.000
V 6 Großenlüder Im Bau 32.000 genehmigt
V 7 Lohfelden 23.000
V 8 Marburg 12.000
V 9 Niddatal 18.250

Bioabfallkompostierungsanlagen

Nr. Gemeinde Durchsatz
K 1 Darmstadt 13.251
K 2 Reinheim 7.910
K 3 Weiterstadt 7.288
K 4 Weinbach 6.740
K 5 Lohfelden 21.000
K 6 Schlüchtern 6.014
K 7 Rabenau 38.000
K 8 Pfungstadt 6.511
K 9 Dillenburg 17.620
K 10 Maintal 9.892
K 11 Lampertheim 12.200
K 12 Kirchhain 7.993
K 13 Hofgeismar 3.000
K 14 Gründau 6.023
K 15 Groß-Umstadt 16.875
K 16 Fuldatal 11.000
K 17 Frankenberg 10.000
K 18 Diemelsee 23.000
K 19 Marburg 10.000
K 20 Biebesheim 15.000
k 21 Beselich 24.600
K 22 Aßlar 24.474
K 23 Alsbach-Hähnlein 6.795
K 24 Witzenhausen 5.234
K 25 Niddatal 22.000
K 26 Greifenstein 8.972

Grünabfallkompostierungsanlagen

Nr. Gemeinde Durchsatz
G 1 Taunusstein 6.500
G 2 Taunusstein 11.800
G 3 Rodgau 3.750
G 4 Hainburg 2.320
G 5 Flörsheim 15.000
G 6 Brombachtal 10.062
G 7 Beerfelden 1.000
G 8 Hünstetten 5.400
G 9 Ulrichstein 630
G 10 Schotten 1.399
G 11 Schlitz 1.113
G 12 Altenstadt 3.000
G 13 Mücke 1.070
G 14 Künzell 1.422
G 15 Hünfeld 1.700
G 16 Homberg/Ohm 686
G 17 Heppenheim 8.300
G 18 Kelsterbach 1.104
G 19 Alsfeld 2.009
G 20 Homberg/Efze 9.803
G 21 Großenlüder 5.849
G 22 Viernheim 1.800
G 23 Bürstadt 1.000

 


Kartengrundlage ist die Studie ‚Optimierung der biologischen Abfallbehandlung in Hessen‘ des WITZENHAUSEN-INSTITUTES 2008. Die Erfassung der Anlagen erfolgte durch Abfragen bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern bzw. den Kreisverwaltungen. Durch Privatunternehmen betriebene Anlagen (z. B. Garten- und Landschaftsbaubetriebe) sind deshalb nicht vollständig erfasst.

Biologische Behandlungsanlagen lassen sich nach der Verfahrenstechnik und der Durchsatzmenge unterscheiden. Differenziert wurde nach den Inputmaterialien:

  • Pflanzenabfall
  • Bioabfall
  • Klärschlamm
  • Organische Gewerbeabfälle
  • wobei hiermit i. d. R. auch unterschiedliche Verfahrenstechniken begründet sind. Dieses wird mit der nachfolgenden Tabelle nochmals verdeutlicht.

    Verfahrenstyp Technik Inputmaterial Belüftung
    Offene Kompostierung
    (ev. überdacht)
    Tafel-, Dreieckmieten Pflanzenabfall
    Bioabfall
    Umsetzung
    Teilgeschlossene Kompostierung (offene Nachrotte) Box, Tunnel, Trommel o.ä. Intensivrotteverfahren Bioabfall
    Klärschlamm
    (1 Anlage)
    Zwangsbelüftung/ Abluftreinigung
    Geschlossene Kompostierung
    (incl. geschlossene Nachrotte)
    Box, Tunnel, Trommel o.ä. Intensivrotteverfahren
    Tafelmiete
    Bioabfall
    organischer Gewerbeabfall
    Zwangsbelüftung/ Abluftreinigung
    Vergärung
    (incl. Nachrotte)
    Ein-/Zweistufige Vergärung Intensivrotteverfahren
    zur Aerobisierung
    Bioabfall
    organischer Gewerbeabfall
    Zwangsbelüftung/ Abluftreinigung in der Nachrotte

    Künftig kommt es darauf an, die organischen Abfälle in Abhängigkeit ihrer spezifischen Eigenschaften vorrangig zu vergären und die Vergärungsrückstände anschließend zu kompostieren, damit das energetische Potenzial dieser Abfälle im Sinne des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien besser ausgeschöpft werden kann.

    Aus der graphischen Darstellung werden die unterschiedlichen Konzeptionen der Gebietskörperschaften zur biologischen Verwertung deutlich. Während verschiedene Kreise eine dezentrale Bioabfallkompostierung mit mehreren kleineren Anlagen (z. B. Darmstadt-Dieburg, Landkreis Kassel u. a.) verwirklicht haben, haben andere Gebietskörperschaften zentralere und größere Anlagen (z. B. Landkreis Gießen, Stadt Frankfurt) umgesetzt. Ein paralleler Betrieb von Bioabfall- und Pflanzenkompostierungsanlagen erfolgt selten. Parallel hierzu wird auch verstärkt die Biomasseaufbereitung ligninhaltiger Abfälle zur energetischen Verwertung in Biomassekraftwerken betrieben.Inzwischen haben mehrere Gebietskörperschaften ihre Kompostierungsanlagen durch Vergärungsstufen mit anschließender Nachrotte weiterentwickelt.

    Die aktuellen Mengen der in den Anlagen verarbeiteten Anlagen werden jährlich in den Abfallmengenbilanzen  veröffentlicht.


    © 2013 Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie